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Artikel: Virtuelles Wasser und Wasser-Fußabdruck

Virtual Water & Water Footprint
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Virtuelles Wasser und Wasser-Fußabdruck

Du weißt: Wir lieben Wasser. Deshalb liegt uns sein Schutz am Herzen.

Beim Wassersparen lohnt der Blick über den offensichtlichen Verbrauch beim Kochen oder Baden hinaus. Denn alles, was wir nutzen, tragen, kaufen oder essen, braucht Wasser in der Herstellung.

Virtuelles Wasser

Vielleicht bist du dem Begriff schon im Zusammenhang mit Lebensmitteln oder Textilproduktion begegnet. Doch was steckt dahinter?

Virtuelles Wasser bleibt für Kund:innen meist unsichtbar. Es beschreibt die gesamte Wassermenge, die für die Herstellung eines Produkts nötig ist: für Anbau und Ernte von Pflanzen, Verarbeitung, Verpackung, Transport und so weiter.

Wenn wir eine Tasse Kaffee kochen, sehen wir nur das Wasser, das wir direkt verwenden, sagen wir 150 ml. Rechnen wir das virtuelle Wasser für Anbau und Ernte der Bohnen, Transport, Röstung und Zubereitung dazu, kommen wir im Schnitt auf 140 Liter. Das entspricht etwa 10 Minuten Duschen.

Wasser-Fußabdruck

Laut dem Water Footprint Network gilt:

„Der Wasser-Fußabdruck ist ein Maß dafür, wie viel Süßwasser die Menschheit in Anspruch nimmt, gemessen am Volumen des verbrauchten und/oder verschmutzten Wassers.“

Der Wasser-Fußabdruck beschreibt also die gesamte Wassermenge, die in die Herstellung fließt. Er soll uns helfen zu verstehen, wofür die begrenzten Süßwasserressourcen der Welt genutzt werden. Wie stark sich das auswirkt, hängt allerdings davon ab, wo und wann das Wasser entnommen wird.

Braucht ein Produkt mehr Wasser als ein anderes, ist das nicht grundsätzlich ein Problem, solange die Hauptquelle Niederschlag ist und das abfließende Wasser nicht mit Pestiziden oder Chemikalien belastet ist. Problematisch sind künstliche Bewässerung und verschmutztes Wasser, vor allem in Regionen mit großer Wasserknappheit.

Baumwollanbau ist dafür ein gutes Beispiel. Wird Baumwolle biologisch angebaut, ohne Pestizide und in Regionen, die dank günstiger Klimabedingungen weniger Bewässerung brauchen, lassen sich im Vergleich zum konventionellen Anbau bis zu 91 % Wasser einsparen.

Einen Überblick über den Wasserverbrauch verschiedener Alltagsprodukte bekommst du, ebenso wie einen Rechner für deinen persönlichen Wasser-Fußabdruck, auf www.waterfootprint.org.

Ein paar Ideen, wie du deinen persönlichen Wasser-Fußabdruck verkleinerst, indem du auf das unsichtbare Wasser achtest:

  • Obst und Gemüse regional und saisonal kaufen
  • Lebensmittelverschwendung vermeiden
  • Bio-Baumwolle statt konventioneller Baumwolle wählen
  • Nutzen, was du hast, und zwar so lange wie möglich
  • Generalüberholte Elektronik statt neuer Geräte wählen
  • Insgesamt bewusst konsumieren und dich über die Produkte informieren, die du kaufst

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