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Mikroplastik - Kleine Änderungen mit großer Wirkung

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PLASTIK UND DIE UMWELT

Kunststoffe sind nicht per se schlecht. Auf Grund ihrer Vielseitigkeit haben sie in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Materialien ersetzt. Sie sind leichter und günstiger als diverse Vorgängermaterialien und können vielfältige Funktionen erfüllen.

Besonders auffällig ist dies z.B. bei Verpackungen. Aber auch bei Textilien ist ein Trendanstieg von synthetischen Fasern zu erkennen.

Schlechtes Müllmanagement, achtloses Wegwerfen von Plastikmüll, Wäsche waschen, Autofahren und vieles mehr, führen zu einer Anreicherung von Plastik in der Umwelt.

MIKROPLASTIK

Kunststoffpartikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, werden als Mikroplastik bezeichnet. Diese gelangen auf unterschiedliche Weise in die Umwelt. Entweder wenn größere Plastikteile durch Umwelteinflüsse wie Niederschläge, Temperaturen und Sonneneinstrahlung zu immer kleineren Partikeln verwittern, oder direkt als Mikroplastik.

Der nachweislich größte Anteil von Mikroplastik gelangt durch den Abrieb von Bremsen und Autoreifen in die Umwelt. Auch Textilien aus Synthetikfasern, wie Polyester, zählen zu den primären Eintragsquellen in die Umwelt. Durch das Waschen in der Maschine lösen sich im Durchschnitt mehrere hundert tausend Mikrofasern pro Waschgang, welche mit dem Abwasser in die Kläranlagen gelangen. Abhängig vom technischen Stand dieser, kann ein großer Anteil der Mikropartikel herausgefiltert werden und wird so Teil des Klärschlamms. Problematisch ist, dass dieser wiederum häufig zum Düngen von Feldern genutzt wird. Die Folge ist, dass sowohl unsere Böden als auch marinen Ökosysteme in zunehmendem Maße mit Mikroplastik verschmutzt werden.

Kleinste Kunststoffteile können mittlerweile auf dem ganzen Planeten nachgewiesen werden: von der Arktis und den Alpenböden bis hin zu den tiefsten Ozeanen.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Mikroplastikpartikel biologisch schwer abbaubare organische Schadstoffe im Wasser, wie z.B. Pestizide, an sich binden. Werden diese Partikel von Meeresorganismen aufgenommen gelangen sie in die Nahrungskette und die Schadstoffe reichern sich immer weiter an. Forscher können noch nicht abschließend sagen, welche Folgen diese größtenteils unsichtbare Bedrohung auf unsere Ökosystem haben wird.

KLEINE ÄNDERUNGEN MIT GROßER WIRKUNG

Die gute Nachricht ist, dass jede und jeder einen Beitrag dazu leisten, dieses Problem zu minimieren. Deshalb haben wir ein paar Alltagstipps für euch gesammelt:

  1. Vermeidet Auto fahren. Wann immer möglich solltet ihr euch für das Rad oder öffentliche Verkehrsmittel entscheiden.
  2. Textilien: Achtet beim Kauf eurer Kleidung auf Naturfasern, statt synthetischer Fasern, da diese in der Umwelt abgebaut werden können. Da dies bei Sportbekleidung und Bademode in der Regel nicht möglich ist empfehlen wir synthetische Kleidung möglichst selten und von Hand zu waschen oder die Waschmaschine gut zu füllen um den Abrieb zu minimieren. Mit dem Wäschebeutel von Guppyfriend, werden Mikrofasern direkt aus dem Abwasser gefiltert.
  3. Vermeidet Einwegplastik und unnötige Verpackungen, indem ihr eure eigenen Boxen und To-Go Becher immer in der Tasche habt.
  4. Nutzt z.B. die CodeCheck App, um vor allem Kosmetika auf Mikroplastik zu überprüfen.Noch immer findet sich in vielen Cremes, Peelings, Duschgels, Zahnpasten o.ä. Mikroplastik.

Für mehr Inspirationen, wie ihr euren Alltag plastikfrei gestalten könnt empfehlen wir euch die Beiträge auf Plastic Free July oder Plastikfrei-Blog empfehlen.

Und vergesst nicht: Es geht nicht darum alles perfekt zu machen, sondern bewusste Konsum- und Alltagsentscheidungen zu treffen und so mit kleinen Veränderungen bereits einen großen Beitrag zu leisten.