Die Wichtigkeit von Grundwasser

Diese Woche waren gleich zwei besondere Tage, denen wir eine Plattform bieten wollen. Und das Beste ist, sie ergänzen sich perfekt für einen Blogbeitrag: der Internationale Tag der Wälder und der UN-Weltwassertag mit dem diesjährigen Schwerpunktthema "Grundwasser".

Grundwasser

Ohne Grundwasser wäre das Leben nicht möglich. Es befindet sich unsichtbar unter der Erde in geologischen Formationen aus Felsen, Sanden und Kiesen, die große Mengen Wasser speichern, den so genannten Aquiferen. Das Grundwasser speist Quellen, Flüsse, Seen und Feuchtgebiete und sickert in die Ozeane. Es wird hauptsächlich durch Regen- und Schneefälle aufgefüllt, die in den Boden einsickern und durch Pumpen und Brunnen an die Oberfläche befördert werden können, um den Menschen zugute zu kommen.

Wald

Wälder sind lebenswichtig für die Gesundheit des Planeten und das menschliche Wohlergehen.

Sie bedecken fast ein Drittel der Landfläche der Erde und versorgen die Menschen mit Rohstoffen wie Holz, Brennstoff, Lebens- und Futtermitteln.

Darüber hinaus verbessern Wälder die Luftqualität, spenden Schatten und kühlen die Luft durch Verdunstungsprozesse ab und dienen der Natur und den Menschen als Erholungsgebiete. In den vielfältigen Lebensräumen, die ein Wald bietet, sind unzählige Arten zu finden.

Besorgniserregende Grundwasserqualität

Laut Statistik der EU-Kommission befindet sich das Grundwasser in Deutschland in einem besonders besorgniserregenden Zustand. Hauptgrund dafür ist die seit Jahren zunehmende Nitratbelastung, ausgelöst vor allem durch die konventionelle Landwirtschaft: Massentierhaltung, Gülleausbringung und stickstoffhaltige Düngemittel auf den Feldern belasten Grundwasser, Oberflächengewässer und sogar Teile der Ostsee.

Hamburgs* Trinkwasser Reserven werden knapp

Wer an Hamburg denkt, denkt an die Elbe, die Alster, die Speicherstadt und die Hafencity mit ihren zahlreichen Wasserstraßen - Wasser wohin man schaut. Leider sieht die Realität beim Grund- und Trinkwasser anders aus.

Laut dem Zustandsbericht zur Trinkwasserversorgung in Hamburg (07.2016) ist die Grund- bzw. Trinkwasserversorgung gerade noch bis 2035 gewährleistet. Neben besonders trockenen Sommern mit mehr Hitzetagen sind die Tiefbrunnen auch von Versalzung bedroht, wie sie in weiten Teilen Norddeutschlands bereits eingetreten ist. In einem solchen Fall sind diese Gebiete für die Trinkwassergewinnung nicht mehr geeignet.

Verschiedene Maßnahmen, wie die Förderung der Versickerung von unbelastetem Niederschlagswasser, sollen dem sinkenden Grundwasserspiegel entgegenwirken.

Ein Wasserwerk im Wald

Bäume tragen zur Grundwasserbildung bei! Das vom Waldboden gefilterte und generierte Grundwasser erhöht die Gesamtqualität des Trinkwassers. Eine verstärkte Grundwasserneubildung kann also dazu beitragen, die negativen Auswirkungen von Schadstoffen auszugleichen.

Interessanterweise tragen Laubbäume wesentlich mehr zur Grundwasserneubildung bei als Nadelbäume. Die Umstrukturierung von reinen Nadelwäldern in Mischwälder erhöht also die Grundwasserneubildung. Mischwälder haben aber auch noch andere Vorteile, denn sie sind aufgrund ihrer größeren Artenvielfalt auch widerstandsfähiger.

Mit der Unterstützung der Klimapatenschaft Hamburg und dem Forst Klövensteen leisten auch wir einen Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung der heimischen Waldflächen und zur Grundwasserneubildung. Mehr zu diesem Projekt erfahrt ihr in den kommenden Tagen auf unseren sozialen Kanälen und iauf folgender Seite:





*Hamburg ist hier nur als Beispiel gewählt, um zu zeigen, dass diese Probleme direkt vor unserer Haustür stattfinden. Ähnliche oder viel gravierendere Entwicklungen bei der Grundwasserqualität und der Trinkwasserversorgung sind weltweit zu beobachten.